• Aufgeschnittene Mondkuchen mit Lotuspaste und Eigelb neben einer gedämpften Birne und einer Teekanne

    Mondkuchen, Birnensuppe, Congee: So isst man in Hongkong im Herbst

    Wenn in Deutschland die Biergartensaison ausklingt, beginnt in der kantonesischen Küche eine Zeit, auf die sich viele Familien das ganze Jahr freuen. Der Herbst steht dort für Wiedersehen, für süßes Gebäck und für Gerichte, die den Körper auf die kühleren und trockeneren Monate vorbereiten sollen. Einige dieser Traditionen lassen sich auch in einer deutschen Küche gut nachkochen.

    Das Mondfest und seine Kuchen

    Das Mittherbstfest, oft einfach Mondfest genannt, fällt auf den fünfzehnten Tag des achten Monats im chinesischen Mondkalender, also meist in den September oder frühen Oktober. Familien kommen zusammen, schauen gemeinsam auf den Vollmond und teilen Mondkuchen. Die klassische kantonesische Variante hat einen dünnen, glänzenden Teigmantel und eine dichte Füllung aus Lotussamenpaste, oft mit einem gesalzenen Eigelb in der Mitte, das beim Aufschneiden wie ein kleiner Mond aussieht. Mondkuchen sind sehr gehaltvoll. Man schneidet sie deshalb in schmale Stücke und trinkt einen kräftigen Tee dazu, etwa einen Pu-Erh oder einen dunklen Oolong.